„Behandlung geht nicht ohne Engagement. Engagement geht nicht ohne Management.“

TEB Symposium


24. März 2022, Psychiatrische Klinik Lüneburg

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„Behandlung geht nicht ohne Engagement. Engagement geht nicht ohne Management.“

Der Wandel der psychiatrischen Versorgungslandschaft in Richtung personenorientierte und qualitativ hochwertige Versorgung formt eine stetige Herausforderung für alle Beteiligten. Wie wird gute Versorgung von den unterschiedlichen Personengruppen definiert und wohin wird dementsprechend gestrebt? Managementebenen setzen die Rahmenbedingungen, in welchen Veränderungsprozesse angestoßen werden können, fest. Das Engagement der Beschäftigten steht dabei als Mittler zwischen dem Managementhandeln und den Interessen der Nutzenden und Angehörigen.

In diesem Dreiklang findet sich das Forschungsprojekt TEB* (*Therapeutisches Engagement und Behandlungsqualität) wieder: Wie wirken die drei Ebenen Management, Personal und Behandlungsqualität für Nutzer:innen und Angehörige zusammen? Ein Zitat aus den geführten Interviews bringt es auf den Punkt: „Von daher besteht dadurch ein ganz enger […] sich wechselseitig bedingender Zusammenhang zwischen Behandlungsqualität, therapeutischen Engagement, Managementfunktion“.

Am 24. März trifft in Lüneburg Forschung auf Dialog, indem zuerst die Forschungsergebnisse von TEB vorgestellt und anschließend ausgewählte Themen in trialogischen Workshops diskutiert werden. Sie haben die Gelegenheit sich mit allen Beteiligten (Manager:innen, Beschäftigten, Nutzer*innen und Angehörigen) an einen Tisch zu setzen und über die Behandlungsqualität von Morgen zu diskutieren. Was wollen Sie und wie kommen die unterschiedlichen Wünsche und Vorstellung zusammen?

Zurzeit planen wir die Veranstaltung unter 2-G Bedingungen durchzuführen. Auf Grund der aktuellen Coronaregelungen haben wir nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Seien Sie schnell und sichern Sie sich jetzt einen Platz!

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Ziel der Veranstaltung:

... einen lösungsorientierten Austausch auf Augenhöhe um Transformationsprozesse anzustoßen!

  • den Raum für ein trialogisches Gespräch zwischen allen Steakholdern schaffen
  • ein gegenseitiges Verständnis zwischen den Berufsgruppen und Hierarchieebenen stärken
  • eine Feedbackschleife von Nutzer*innen und Angehörigen an Beschäftigte und Management ermöglichen
  • ...und die Resonanz der Praxis im Blick haben!

Zum Veranstaltungsablauf

Am Vormittag präsentiert Ihnen Herr Dr. Brückner-Bozetti das aus dem Vorprojekt APP (Arbeit und Personal in der psychiatrischen Versorgung) entstandene hypothetische Managementmodell. Sie bekommen einen ersten Eindruck von den überaus komplexen Wirkmechanismen zwischen Management, therapeutischem Engagement und Behandlungsqualität.

Daran anknüpfend stellen Frau Knebusch und Frau Detjen die Forschungsergebnisse von TEB dar. Hier wird gemeinsam darauf geschaut, inwieweit das Managementmodell ergänzt und erweitert werden kann. Aufgebaut ist dies zum einen auf einer Systematischen Literaturrecherche, welche den aktuellen Forschungsstand abbildet und zum anderen auf den Ergebnissen von etwa 40 qualitativen Interviews. Diese Interviews bieten den Einblick in die Praxis und zeigen auf, was die Akteure der psychiatrischen Versorgung tatsächlich bewegt. Was brauchen Manager:innen, Therapeut:innen, Nutzer:innen und Angehörige, um qualitativ hochwertige Versorgung zu leisten und zu erhalten?

Am Nachmittag geht es dann in die Workshops – hier wird trialogisch und mit allen Stakeholdergruppen (Manager:innen, Beschäftigte, Nutzer*innen und Angehörige) von der Utopie zur Vision gedacht. Das Ziel sind konkrete sowie praxisnahe Ideen und auch Anforderungen zu formulieren. Wir glauben, dass das Sprechen darüber, was genau jede:r Einzelne:r braucht, dabei hilft Veränderung zu erwirken und machbare Lösungsansätze zu entwickeln. Die vier Workshops haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte: Macht und Hierarchie; Versorgungsstrukturen aufbrechen; Stigma und Vorurteil und im letzten Workshop wird sich der Frage gewidmet: Was ist gute Versorgung? In jeder Gruppe wird es themenspezifische Impulsvorträge von renommierten Referent:innen geben.

Zum Abschluss werden die Ergebnisse von TEB als auch der Workshops mit den Förderern des Forschungsprojekt reflektiert und diskutiert.

Unser Herz schlägt für eine Verbesserung der Versorgungsqualität und Arbeitsbedingungen - mit TEB möchten wir einen weiteren Beitrag dazu leisten. Wir freuen uns sehr darauf Sie endlich wieder persönlich zu treffen und auf den gemeinsamen Austausch.

Ticketoptionen

Bei Interesse bitte eine kurze E-Mail an v.knebusch@forum-fuer-gesundheitswirtschaft.org und k.detjen@forum-fuer-gesundheitswirtschaft.org schicken.

Location: Psychiatrische Klinik Lüneburg

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Programm des TEB Symposiums

Programm

10:30 Uhr

Begrüßung

Rolf Sauer, Geschäftsführer der Gesundheitsholding Lüneburg

10:45 Uhr

Das (hypothetische) Managementmodell

Peter Brückner-Bozetti, Geschäftsführer Forum für Gesundheitswirtschaft gGmbH 

Bernhard Koelber, Leiter Stabsstelle Unternehmensentwicklung Pfalzklinikum

11:15 Uhr

TEB: Ergebnisse der Forschung

Kira Detjen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin,  Forum für Gesundheitswirtschaft

Veronika Knebusch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin, Forum für Gesundheitswirtschaft

12:00 Uhr

Mittagspause

13:00 Uhr

Workshops - Von der Utopie zur Vision

Workshop 1: Macht und Hierarchie

Welche Rolle spielen Macht und Hierarchie zwischen allen beteiligten Akteuren im Klinikalltag? Gemeinsame Diskussion zu Thematiken wie Hierarchieabbau in multiprofessionellen Behandlungsteams, Arbeiten auf Augenhöhe und gegenseitiger Respekt, Anerkennung, sowie der Einsatz von Zwangsmaßnahmen und Gewalt. Welche Bedeutung haben Macht und Hierarchie im Kontext von Behandlungsqualität?

Workshop 2: Versorgungsstrukturen aufbrechen

Prozesse der Deinstitutionalisierung hin zu flexibleren Versorgungsmodellen rücken immer weiter ins Zentrum, dabei verschwimmen in der psychosozialen Versorgung die Grenzen, zwischen innen und außen, zwischen Arbeit und Privatleben, zwischen Station und zu Hause. Aufsuchende Arbeit in Form von Assertive Community Treatment (ACT) oder die stationsäquivalente Behandlung stellt den Bedarf der Nutzenden in den Mittelpunkt. In diesem Workshop soll es vor allem um die Menschen gehen: Welche Erfahrungen, Ängste und Wünsche alle Akteure haben - Auch hier wieder mit Blick auf die Behandlungsqualität und das Engagement des Personals.

Workshop 3: Stigma und Vorurteil

Welche Stigmata und Vorurteile lassen sich in psychiatrischen Einrichtungen und in zwischenmenschlichen Beziehungen ausmachen? Bereits mit der ersten Diagnose sind Nutzer:innen einer bestimmten Kategorie zugeteilt. Auch Personalgruppen sind mit Vorurteilen behaftet. Beides kann sich negativ auf die Behandlungsqualität auswirken. Unter anderem Aspekte wie Sprachbarrieren, Alter, Geschlecht, Religion und Behinderungen spielen dabei eine Rolle. Höchste Zeit sich bestimmte Vorurteile und eigene kognitive Mechanismen anzuschauen, diese gemeinsam zu reflektieren und Lösungsansätze zu finden.

Workshop 4: Was ist gute Versorgung?

Es wird viel über Behandlungsqualität geredet, aber was bedeutet dies eigentlich für jede:n Einzelne:n? Was brauchen Nutzer:innen, Angehörige, behandelnde Personen und das Management im Speziellen? Wie wird Qualität messbar? In diesem Workshop werden sich vor allem die strukturellen Bedingungen von Kliniken angeschaut und darüber diskutiert, was es braucht um eine möglichst gute Behandlungsqualität zu gewährleisten.

15:45 Uhr

Die Zukunft gestalten - Implikationen für die Praxis

17:00 Uhr

Abschluss


Das Veranstaltungsteam

Veranstaltungsleitung

Veronika Knebusch

Veranstaltungsleitung

Kira Detjen