Überprüfung der Eignung des „Plattformmodells“ als Instrument zur Personalbemessung in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken”

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Mit dem Ziel einer verbesserten Bestimmung des Personalbedarfs hat eine Arbeitsgruppe von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Fachverbänden (Plattform Personal) ein Strukturmodell (sog. Plattform Modell) entwickelt, das die Abschätzung des Behandlungsaufwands unter Berücksichtigung von Bedarfs- bzw. Behandlungsclustern sowie einer leitliniengerechten Behandlung ermöglichen soll.

Das Forum für Gesundheitswirtschaft war an diesem Prozess maßgeblich beteiligt und aus diesem Grund ein wichtiger Partner im Projekt EPPIK.

Aktuelle Informationen zu den Expertenworkshops 2023 im EPPIK-Projekt Arbeitspaket 6

Zur Evaluation des sogenannten Plattform-Modells zur Personalbemessung in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen findet derzeit das Projekt EPPIK – Überprüfung der Eignung des „Plattformmodells“ als Instrument zur Personalbemessung in psychiatrischen und psycho­soma­tischen Kliniken – statt. Das Projekt wird gefördert durch den GBA bzw. den Innovationsfonds.

In diesem Zusammenhang wird die Reliabilität der Zuordnung von Patient*innen zu den Bedarfsclustern des Plattform-Modells geprüft (Arbeitspaket 1) und zu den im Plattform-Modell entwickelten Fall-Vignetten leitlinienbasiert Behandlungsinhalte durch Expert*innen bestimmt (Arbeitspaket 2). Das Arbeitspaket 1 (Reliabilität) ist seit September 2022 erfolgreich abgeschlossen. Die Workshops zu Arbeitspaket 2 finden derzeit statt und werden im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein.

Von Februar 2023 bis Dezember 2023 finden mit dem Arbeitspaket 6 in einer Base-Line-Erhebung und in 4 Delphi-Runden Experten-Workshops für die Erwachsenenpsychiatrie, die Kinder- und Jugend­psychiatrie und die Psychosomatik (PSM-PT) statt, in der multi­professionell zusammen­gesetzte Expertenteams auf Basis der notwendigen und angemessenen (prototypischen) Behandlungs­inhalte den Behandlungsaufwand in Minutenschätzen schätzen sollen. Reise- und Sachaufwendungen sowie eine Aufwands­entschädigung werden durch das Projekt übernommen. In dieses Arbeitspaket sollen auch Vertreter:innen des Kranken­haus­managements, der Kostenträger und Arbeit­nehmer­vertreter in die Delphi-Runden 3 und 4 integriert werden.

Beteiligte des EPPIK-Projekts sind das Universitätsklinikum Heidelberg, das Forum für Gesundheitswirtschaft, das Deutsche Krankenhaus Institut und die Universität Ulm. Kooperationspartner des Projekts sind die DGPPN, DGKJP und DGPM. Das Projekt wird unterstützt durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Träger Psychiatrischer Krankenhäuser (BAG) und den Verband der Krankenhausdirektoren (VKD).

Der Hintergrund

EPPIK baut auf diesen Vorarbeiten auf und möchte einen Beitrag zur Evaluation und Validierung dieses Strukturmodells leisten. Hierfür werden zum einen die Reliabilität der im Modell definierten Bedarfscluster für die Erwachsenen- und Kinder und Jugendpsychiatrie überprüft und zum anderen für Fallvignetten der Bedarfscluster prototypische leitliniengerechte Bestandteile von Behandlungen definiert. Dadurch soll eine Einschätzung des aus den Behandlungsleitlinien abgeleiteten Behandlungsbedarfs über die Fachgruppen (Berufsgruppen) hinweg ermöglicht werden.

Eine adäquate Personalausstattung ist eine Voraussetzung für eine gute Versorgungsqualität, und die letztendlich finanzierten Personalausstattungen sind immer das Ergebnis eines gesellschaftlichen bzw. gesundheitspolitischen Aushandlungsprozesses. Dieser Aushandlungsprozess sollte auf nachvollziehbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und, wie im § 27 SGB V vorgesehen, die Bedürfnisse und Bedarfe der Nutzer:innen berücksichtigen. Mit dem vorliegenden Projekt soll geprüft werden, ob es möglich ist, mit dem sog. Plattformmodell eine solche empirisch begründete Basis zu schaffen. In zwei Teilprojekten soll die Grundlage geschaffen werden, um basierend auf dem Plattformmodell eine Abschätzung des Soll-Personalbedarfs vorzunehmen.

Die Ziele von EPPIK

I. Teilprojekt Psychiatrie:

       1. Überprüfung der Reliabilität von Zuordnungen realer Patient:innen zu den im Plattformmodell formulierten Bedarfsclustern durch geschulte Rater.
       2. Entwicklung von leitliniengestützten prototypischen Behandlungsverläufen aus dem Plattformmodell als Grundlage für eine Abschätzung des                                 setting- und professionsübergreifenden Soll-Personalbedarfs.


II. Teilprojekt Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie (PSM-PT):

       3. Identifizierung, Quantifizierung und Validierung der im Plattformmodell entwickelten 4 Behandlungscluster anhand der in der                                                              Versorgungspraxis erbrachten therapeutischen Leistungen und des medizinisch-somatischen Aufwands.                                                                                                   4. Ist-Analyse der Personalausstattung für die 4 Behandlungscluster.
       5. Entwicklung prototypischer Therapiepläne für die 4 Behandlungscluster als
       6. Grundlage für eine Abschätzung des Soll-Personalbedarfs.

III. Basierend auf den Ergebnissen der Teilprojekte:

      7. Sollschätzung der Personalausstattung für alle Berufsgruppen in der Psychiatrie und der PSM-PT

Das Projekt wird vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesauschuss gefördert und ist auf drei Jahre angelegt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Projektablauf

Projektleiter für das Gesamtprojekt

Prof. Dr. Markus Kösters

Leiter für die Teilprojekte

Bei Fragen oder Anregungen freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme!

Dr. rer. pol. Peter Brückner-Bozetti

Geschäftsführer Gesellschafter

Das Projektteam

Prof. Dr. rer. pol. Christian Klode

Head of Research

Dr. Christian Hoellger

Head of Operations

Kira Detjen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsprojekt TEB

Giorgi Sebiskveradze

Mitarbeiter Forschung

Gesina Idelberger

Mitarbeiterin Forschung

Kooperationspartner

  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Forum für Gesundheitswirtschaft
  • Deutsches Krankenhaus Institut
  • Universität Ulm
  • DGPPN
  • DGKJP
  • DGPM
  • Gemeinsame Bundesausschuss