Dialog

Jetzt anmelden!

Dr. Christian Dohmen-Griesenbach im Interview zur PPVB

🩺 Topaktuell zum PPR 2.0 Summit am 7. August: Unser Software-Partner ATOSS Software SE hilft Kliniken bei der Umsetzung der neuen Pflegepersonalbemessungsverordnung (PPBV), die seit 1. Juli 2024 für alle somatischen Akut-Krankenhäuser gilt.

Schauen Sie mit uns hinter die Kulissen! 🔍

Die Pflegepersonalbemessungsverordnung (PPBV) ist in Kraft getreten. Jetzt stehen alle Personen im Klinikmanagement vor der Herausforderung, die mit der PPBV verbundenen Auswirkungen auf die Personalplanung zu verstehen und diese kurzfristig umzusetzen. Im Interview mit unserem Geschäftsführer, Dr. Christian Dohmen-Griesenbach, bringen wir Ihnen die aktuellen Entwicklungen und deren Bedeutung für die Gesundheitswirtschaft näher.

❓Worum geht es bei der PPBV und was hat das mit der PPR 2.0 zu tun?

Die PPBV ist die Rechtsgrundlage der PPR 2.0. Letztere steht für die sog. Pflegepersonalregelung (PPR) 2.0 und ist eine überarbeitete Version der ursprünglichen Pflegepersonalregelung in der klinischen Akutpflege. Die PPR 2.0 soll dafür sorgen, dass Pflegekräfte durch angemessene Personalvorgabe auf Stationen entlastet werden – die Patientenversorgung soll verbessert werden. Das ist alles nicht unumstritten, denn behauptet wird, mit der PPBV sei ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand verbunden, der in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, da das erforderliche Pflegepersonal objektiv am Markt nicht zu bekommen sei.

❓ Die Einführung der Pflegepersonalbemessungsverordnung (PPBV) wird viele Veränderungen mit sich bringen. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Punkte, die wir jetzt beachten müssen?

Ich selbst bin ein klarer Befürworter der PPR 2.0, auch wenn ich viele der kritischen Stimmen verstehe. Beim Forum haben wir neulich eine kleine Umfrage gemacht. Wir wollten wissen, ob die Menschen der PPR 2.0 positiv, negativ oder neutral gegenüberstehen. Befürwortende und skeptische Stimmen halten sich derzeit genau die Waage. Ich hoffe sehr, dass das Klinikmanagement erkennen wird, welche Potenziale in der neuen Personalbemessung liegen – im Hinblick auf die Arbeitgeberattraktivität und die klinische Versorgungsqualität. Somit ist es für mich entscheidend, dass Klinikverantwortliche verstehen, wie sie diese neuen Regelungen in ihre Arbeitsabläufe integrieren können, um die Anforderungen der PPR 2.0 zu erfüllen.

❓ Das hört sich nach einer großen Herausforderung und nach viel Unterstützungsbedarf durch Expertinnen und Experten an. Wo können sich die Betroffenen informieren?

Am 7. August veranstaltet ATOSS den PPR 2.0 Summit (https://www.atoss.com/de/loesungen/branchen/gesundheitswesen-soziale-dienste/ppr-2-0). Hier werden Expertinnen und Experten lösungsorientiert über Tools und Hilfestellungen bei der PPR 2.0-Implementierung sprechen. Schon heute sind Entlastungsinstrumente wie die PPR 2.0 oder auch die durch die Gewerkschaften mit führenden Arbeitgebern des Gesundheitswesens verhandelte Entlastungstarife kein bürokratisches Hexenwerk mehr, denn in vielen Kliniken sind derartige Steuerungsinstrumente bereits erfolgreich implementiert. Die PPR 2.0 ist somit auch ein Motor der digitalen Transformation und Prozessoptimierung. Am 19. September bin ich selbst mit Vertretern aus Praxis, Spitzenverbänden und IT-Wirtschaft auf dem Podium beim „Expertenforum PPR 2.0“ in Mainz (https://www.rsmedicalconsult.com/veranstaltungen/veranstaltungen-2024/pflege). Hier werden Betroffene umfassend über die PPBV, die PPR 2.0, die Kinder PPR 2.0 und die Kinderintensiv PPR 2.0 informiert. Dabei werden wir auch über praktische Lösungen sprechen, wie es gelingen kann, klinische und administrative Daten zusammenzuführen, um die zu erwartenden Sanktionen bei Missachtung der Personalbemessungsvorgaben zu vermeiden. Wichtig ist es, die technische Integration als eine Hilfestellung zu sehen, um Planungs-, Versorgungs- und Budgetprozesse viel stärker zu automatisieren und optimieren. Ich bin absolut davon überzeugt: Automatisierung und Digitalisierung brauchen Schübe wie durch die PPR 2.0, damit in Krankenhäusern moderne intelligente Steuerungssysteme zum Standard werden. Das alles kann, wenn es richtig gemacht wird, zu einer Win-Win-Win-Situation werden: attraktive Pflege, gute Versorgung und Wirtschaftlichkeit.

Home     Dialog

Treten Sie mit uns in den Dialog

Wir vom Forum für Gesundheitswirtschaft organisieren Fachtagungen und Symposien, in denen aktuelle, praxisorientierte und wissenschaftliche Themen im Dialog der Anspruchsgruppen der Gesundheitswirtschaft, insbesondere im Bereich der psychosozialen Versorgung, thematisiert und diskutiert werden. Dialog trifft Forschung: Uns geht es darum eine Brücke zwischen Forschung und Praxis zu schlagen.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern (Verbänden, Universitäten, Kliniken und einer Gewerkschaft) organisieren wir diese Veranstaltungen.

Vernetzung und Dialog sind zentrale Inhalte, die wir uns als Forum für Gesundheitswirtschaft zum Ziel gesetzt haben. Wo können Netzwerke besser „gestrickt“ werden, als in einem direkten, gemeinsamen Austausch miteinander? Wir informieren daher in unserem Veranstaltungskalender über geplante zukünftige Veranstaltungs- und Fortbildungsformate des Forums für Gesundheitswirtschaft sowie unserer zahlreichen Kooperationspartner aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement.
Hier gehts zur Fachtagung

Fachtagung Psychiatrie

Informieren Sie sich jetzt über die Fachtagung Psychiatrie, das Programm, die Ticketoptionen und Preise!